
Laut Techniker Krankenkasse erhöht sich das Thromboserisiko bei Antibabypillen der neuen Generationen. (Bildquelle: © PhotographyByMK – Fotolia.com)
Als ab dem Jahr 1960 die ersten Antibabypillen auf den Markt gekommen sind, waren diese noch wahre Hormonbomben. Sie enthielten massenweise Östrogene und Gestagene, um sicherzustellen, dass die Frau auch tatsächlich nicht schwanger wird. Für eine genaue Dosierung fehlten die nötigen Erfahrungswerte. An Nebenwirkungen hat man dabei nicht gedacht – entsprechend stark fielen diese aus.
Im Laufe der Jahrzehnte wurden Antibabypillen immer
sanfter und enthielten immer weniger Hormone. Mit den richtigen Erfahrungswerten konnten die Pharmafirmen letztendlich Antibabypillen herstellen, die nur so viele Hormone enthielten, wie für eine erfolgreiche Verhütung nötig sind.
Am wenigsten Hormone enthält übrigens die Minipille, die komplett auf Östrogen verzichtet und lediglich mit einem Gestagen zuverlässig verhütet.
Heutzutage dienen Antibabypillen nicht nur der Schwangerschaftsverhütung, sondern sollen auch das Hautbild und die Qualität der Haare verbessern. Die Techniker Krankenkasse warnt jetzt jedoch vor Antibabypillen der neuesten Generation: Sie sollen das Thromboserisiko maßgeblich erhöhen.
Stimmt das wirklich? Wir haben der neuesten Generation von Antibabypillen auf den Zahn gefühlt und uns die Studie der Techniker Krankenkasse einmal näher angeschaut.
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Typische Verpackung einer Antibabypille (Bildquelle: © lbfotografia – Fotolia.com).
Die klassische Antibabypille gibt es bereits seit dem Jahr 1960, befindet sich aber trotzdem stetig in der Weiterentwicklung. Während die ersten Pillen noch wahre Hormonbomben waren, ist die aktuelle Generation genau auf die Bedürfnisse der Frau zugeschnitten und enthält lediglich die Menge an Hormonen, die auch tatsächlich für eine effektive Schwangerschaftsverhütung notwendig sind.
Auf die Spitze treibt es dabei die sogenannte Minipille. Sie enthält gar kein Östrogen, wie es bei klassischen Kombinationspräparaten der Fall ist, sondern lediglich ein Gestagen, das genau dosiert ist. Natürlich verzeiht eine niedrigdosierte Antibabypille weniger Fehler und muss noch zeitiger eingenommen werden, um zu wirken.
Doch auch hier stoppt die Pharmaindustrie noch nicht. Es kommen immer wieder neue Generationen von Antibabypillen auf den Markt, die nicht nur gegen Schwangerschaften wirken, sondern auch ein reineres Hautbild schaffen oder die Menstruationsbeschwerden geringer ausfallen lassen.
Experten schlagen jedoch Alarm: Angeblich steigern die neuesten Antibabypillen das Risiko, an Thrombosen zu erkranken. Außerdem würden ältere Generationen der Pille immer noch tadellos ungewollten Schwangerschaften vorbeugen.
Sollte man also die Finger von aktuellen Antibabypillen lassen und lieber auf Altbewährtes zurückgreifen? Oder sollten nur Risikogruppen die neuen Pillen meiden?
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