Verhütungspflaster – Verhütung per Hormonpflaster

Verhütungspflaster bzw. Hormonpflaster sind praktische Verhütungsmittel, die zuverlässig schützen (Bildquelle: © Iamnee – Fotolia.com).
Das
Hormon- bzw. Verhütungspflaster ist in Deutschland bei weitem nicht so beliebt wie die Antibabypille, verspricht allerdings einen Schutz vor ungewollten Schwangerschaften, der mindestens genauso zuverlässig ist. Über das Verhütungspflaster, das über einen Zeitraum von einer Woche auf die Haut aufgeklebt wird, werden dem Organismus dieselben Hormone zugeführt, die bei der Antibabypille auf oralem Wege eingenommen werden – nämlich eine Kombination aus Östrogen und Gestagen.
Auch der Effekt ist derselbe: Es kommt aufgrund der künstlich zugeführten Hormone nicht zum Eisprung, eine bereits befruchtete Eizelle kann sich gar nicht erst einnisten und auch die Konsistenz des Gebärmutterschleims ändert sich dahingehend, dass sich Spermien nicht mehr in der Gebärmutter fortbewegen können.
In Deutschland fällt die Auswahl des Verhütungspflasters ausgesprochen leicht, da es hierzulande lediglich das
Evra Pflaster gibt. Dieses hat sich in den letzten Jahren bewährt und gilt als zuverlässiges Verhütungsmittel.
Der folgende Artikel enthält alle wichtigen Informationen, die man über Verhütungspflaster wissen sollte, bevor man sich für diese Form der Verhütung entscheidet.
Wie funktioniert das Verhütungspflaster?
Das Verhütungspflaster sollte am ersten Tag der Menstruation auf die Haut aufgeklebt werden. Die Position spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle. Dennoch sollte das Pflaster auf solche Hautpartien geklebt werden, die im Alltag wenig Reibung erfahren – beispielsweise auf das Gesäß, auf den Bauch oder auf die Außenseiten der Oberarme. Wichtig ist außerdem, dass es sich nicht um besonders empfindliche Stellen handelt. Bevor man das Hormonpflaster aufklebt, sollte man dafür sorgen, dass die Hautpartie sauber und fettfrei ist. Nach dem Duschen ist deshalb ein sehr guter Zeitpunkt.
Das Verhütungspflaster verweilt nun sieben Tage lang an dieser Stelle. Es gibt dabei kontinuierlich und gleichmäßig Hormone an den Körper ab. Dabei handelt es sich im Falle des Evra Pflasters um Östrogen (
Ethinylestradiol) und Gestagen (
Norelgestromin). Diese Hormone gaukeln dem Körper eine Schwangerschaft vor. Sie verändern die Konsistenz des Gebärmutterschleims, verhindern den Eisprung und sorgen dafür, dass sich bereits befruchtete Eizellen gar nicht erst in der Gebärmutter einnisten können. Ein solcher dreifacher Schutz sorgt für eine zuverlässige Schwangerschaftsverhütung.
Nach genau sieben Tagen wird das Hormonpflaster erneuert. Das neue Pflaster sollte, um die Haut zu schonen, nicht auf dieselbe Stelle aufgeklebt werden – der grundlegende Bereich sollte allerdings derselbe bleiben (Bauch, Arm etc.).
Diesen Vorgang wiederholt man nun dreimal, sodass man drei verschiedene Pflaster über einen Zeitraum von drei Wochen hinweg getragen hat. Nach diesen 21 Tagen erfolgt eine Woche Pause, in der die Abbruchblutung erfolgen kann. Es kommt zur Menstruation. Danach beginnt ein neuer Zyklus, indem das erste von insgesamt drei Verhütungspflastern aufgetragen wird. Ein Zyklus dauert demnach vier Wochen.
Die Vorteile gegenüber der klassischen Antibabypille
Wer statt der Antibabypille auf das Verhütungspflaster zurückgreift, der schont die inneren Organe und kann nicht durch Erbrechen die Wirkung des Verhütungsmittels zunichtemachen – ganz gleich, ob durch Alkohol oder Magen-Darm-Erkrankungen. Des Weiteren werden geringere Wirkstoffmengen benötigt, da die Hormone direkt über die Haut in die Blutbahnen aufgenommen werden. Auch die Leber wird weniger geschädigt, da diese mit weniger Abbauprodukten zu kämpfen hat.
Die Nachteile von Verhütungspflastern
Grundsätzlich haben Verhütungspflaster dieselben Effekte wie die Antibabypille auf den weiblichen Körper. Auch Hormonpflaster können zu Thrombosen und den sonstigen Nebenwirkungen führen, die es auch bei der Pille gibt. Des Weiteren schützen hormonelle Verhütungsmittel nicht vor Geschlechtskrankheiten.
Beim Hormonpflaster kommt außerdem hinzu, dass es in seltenen Fällen zu Hautreizungen kommen kann. Hier muss man ausprobieren, ob man das Verhütungspflaster verträgt.
Wann sollte man auf das Hormonpflaster verzichten?
Wenn das Körpergewicht 90 Kilogramm übersteigt, kann ein zuverlässiger Schutz vor Schwangerschaften nicht gewährleistet werden.
Des Weiteren sollte man auf das Verhütungspflaster bzw. hormonelle Verhütungsmethoden im Allgemeinen verzichten, wenn man einer oder mehrerer Risikogruppen für Thrombosen angehört. Darunter fallen Raucher, Personen mit Übergewicht und solche Personen, die sich im Alltag nur sehr wenig bewegen.
Letztendlich sollte man immer mit dem Frauenarzt des Vertrauens abklären, ob man das Verhütungspflaster zur Schwangerschaftsverhütung einsetzen sollte oder nicht.
Weitere Informationen
Wenn Sie an Verhütungspflastern interessiert sind, dann empfehlen wir unseren Artikel über das
Evra Pflaster. In diesem Beitrag finden Sie Informationen über mögliche Wechselwirkungen, Gegenanzeigen, Nebenwirkungen und die spezielle Funktionsweise. Wenn Sie Evra Pflaster kaufen oder bestellen möchte, finden Sie dort ebenfalls Informationen über den Preis und mögliche Verpackungsgrößen.