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5 Mhyten über die Antibabypille

Seit der Einführung der Antibabypille in den 1960er Jahren ranken sich einige hartnäckige Mythen um das beliebteste Verhütungsmittel in der westlichen Welt. Viele dieser Mythen sind schlichtweg falsch; einige beinhalten einen wahren Kern.

1. Mythos: Die Pille macht dick

Der Mythos, dass Frauen durch die Einnahme der Antibabypille automatisch zunehmen, ist nicht korrekt. Besonders bei Präparaten, die eine sehr geringe Hormondosis enthalten, ist eine Gewichtszunahme äußerst unwahrscheinlich. In Ausnahmefällen kommt es während der hormonellen Verhütung zu einer vermehrten Einlagerung von Wasser ins Gewebe, wodurch auch das Körpergewicht leicht ansteigt. Darüber hinaus entwickeln manche Frauen einen größeren Appetit während der Einnahme der Pille. Dabei handelt es sich jedoch um Einzelfälle. Beim Großteil der Frauen, die hormonell verhüten, ist keine Veränderung des Gewichts festzustellen. Eine Gewichtszunahme während der Einnahme der Antibabypille liegt meist an einer falschen Ernährungsweise und steht in keinem Zusammenhang mit der oralen Verhütung.

2. Mythos: Die Pille macht unfruchtbar

Dieser Mythos ist besonders hartnäckig und schreckt immer wieder Frauen davor ab, die Antibabypille einzunehmen. Hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille führen dazu, dass der Eisprung ausbleibt und so keine Schwangerschaft eintreten kann. Wird das Präparat abgesetzt, stellt sich nach einiger Zeit wieder der ganz normale Zyklus ein. Unfruchtbarkeit über die Dauer der Einnahme hinaus ist nicht gegeben. Nach längerer Einnahme der Antibabypille kann es nach dem Absetzen zu einem unregelmäßigen Menstruationszyklus kommen. Dies pendelt sich jedoch schnell wieder ein. Darüber hinaus deutet ein unregelmäßiger Zyklus nicht auf Unfruchtbarkeit hin. In wissenschaftlichen Studien konnte nicht nachgewiesen werden, dass Frauen nach hormoneller Verhütung langsamer schwanger wurden. Grundsätzlich dauert es etwa einen Zyklus, um volle Fruchtbarkeit zu erlangen.

3. Mythos: Die Pille macht eine schöne Haut

Es gibt verschiedene Antibabypillen, die als Nebeneffekt das Hautbild verbessern. Der Mythos entspricht aber nur teilweise der Wahrheit. Kombinationspillen, die bei Akne eingesetzt werden, wirken nur gegen unreine Haut, die durch einen Überschuss an männlichen Sexualhormonen hervorgerufen werden. Bei anderen Formen von Akne hilft die Pille entweder gar nicht oder nur eingeschränkt. Außerdem kann die Antibabypille als unerwünschte Nebenwirkung in manchen Fällen zu Akne führen. In diesem Fall sollte ein anderes Präparat eingenommen werden.

4. Mythos: Die Pille reduziert die Lust

Der Mythos, dass die Antibabypille die weibliche Libido abschwächt, ist teilweise wahr. Im Großteil der Fälle kommt es bei Einnahme hormoneller Verhütungsmittel zu keiner Veränderung des sexuellen Verlangens. Nichtsdestotrotz konnte in mehreren Studien nachgewiesen werden, dass sich die Einnahme der Pille negativ auf die Libido auswirken kann. Mangelnde Libido muss aber nicht zwangsweise durch die Antibabypille verursacht werden. Häufig sind Stress und Probleme in der Partnerschaft die Ursachen.

5. Mythos: Die Pille verursacht Thrombosen und Krebs

Die Einnahme der Antibabypille stellt einen großen Eingriff in das Hormonsystem des Körpers dar. Damit können verschiedenste Nebenwirkungen einhergehen. Eine besonders schwerwiegende Nebenwirkung ist die Bildung von Thrombosen. Der Mythos stimmt zwar, allerdings sind derartig schwere Nebeneffekte nur in Extremfällen zu beobachten. Um das Thromboserisiko während der Pilleneinnahme zu senken, sollten Frauen das Rauchen aufgeben. Bei einer gesunden Frau, die nicht raucht, ist das Thromboserisiko während der hormonellen Verhütung nur minimal erhöht. In den meisten Fällen überwiegt der Nutzen das kleine Risiko. Des Weiteren gibt es den Mythos, dass die Antibabypille das Krebsrisiko erhöht. Dieser Mythos konnte in wissenschaftlichen Studien bisher weder belegt noch widerlegt werden. Bei einem sowieso vorhandenen erhöhten Risiko sollten die Gefahren und Nutzen zusammen mit einem Facharzt abgewogen werden.

Fazit: Was ist dran an den Mythen?

Viele der Mythen, die sich um die Antibabypille ranken, sind schlechtweg falsch. Nicht selten beinhalten die Mythen jedoch einen wahren Kern. Jeder Körper reagiert anders auf den hormonellen Eingriff, weswegen der Nutzen und das Risiko immer individuell abgewogen werden sollten. Alles in allem ist die Antibabypille ein äußerst zuverlässiges Verhütungsmittel, das nicht unnötig verteufelt werden sollte.


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