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Der ewige Streit: Ist die Pille gefährlich oder nicht?

Der ewige Streit: Ist die Pille gefährlich oder nicht?

Pro gegen Contra: Wie gefährlich ist die Antibabypille wirklich? (Bildquelle: © Kimberly Reinick – Fotolia.com)

Die Antibabypille gilt weltweit als eines der sichersten Verhütungsmittel. Mit Hilfe von Hormonen wird dem Organismus vorgegaukelt, dass dieser bereits schwanger sei – er hält deshalb weitere Eizellen zurück. Die Folge: Die Frau kann nicht schwanger werden, wenn sie die Pille ordnungsgemäß einnimmt. Es gibt jedoch ein Problem mit der Antibabypille: In Einzelfällen kann es zu erheblichen Nebenwirkungen, wie beispielsweise Thrombosen, kommen. Dabei sind vor allem die Antibabypillen der dritten und vierten Generation gefährlich, da man, wenn man mit ihnen verhütet, ein circa doppelt so hohes Thromboserisiko eingeht, wie es bei Pillen der ersten und zweiten Generation der Fall ist. Problematisch sind die Antibabypillen der dritten und vierten Generation vor allem deshalb, weil sie sich nicht auf ihr Hauptaugenmerk – die Verhütung – konzentrieren, sondern gleichzeitig für ein besseres Hautbild und eine bessere Qualität der Haare sorgen möchten. Das Präparat Diana 35 wurde beispielsweise nun in Frankreich verboten, da es mit Todesfällen und sehr vielen Thrombosefällen assoziiert wird. Es liegen mittlerweile zahlreiche Klagen gegen den Hersteller Bayer vor. Auch aus den USA stammen einige Klagen. Beispielsweise geht es in einer Klage um die Spirale Mirena, die bei einer Patientin operativ entfernt werden musste. Wie gefährlich ist die Antibabypille eigentlich? Sollte man auf bestimmte Pillen verzichten oder gar auf sämtliche Antibabypillen? Oder ist das alles nur Panikmache durch die Medien? Wir haben die Antworten für Sie.

Bayer wehrt sich gegen die Vorwürfe

Der Hersteller Bayer sieht die Schuld nicht bei sich selbst, da Diane 35 kein Verhütungsmittel im eigentlichen Sinne sei, sondern ein Mittel gegen Akne. Des Weiteren werde im Beipackzettel auf die entsprechenden Nebenwirkungen hingewiesen. Jeder Arzt, der Diane 35 verschreibt, sollte solche Nebenwirkungen erwähnen und die Patientin aufklären. In Deutschland ist es beispielsweise nicht erlaubt, Diane 35 zur reinen Empfängnisverhütung einzusetzen. Hierzulande handelt es sich – wie Bayer bereits erwähnt hat – um ein reines Akne-Mittel, das nur in sehr seltenen Fällen verschrieben wird. Die französische Regierung sieht nicht nur das Medikament Diane 35 mit kritischen Augen, sondern sämtliche Antibabypillen der dritten und vierten Generation. Wie bereits eingangs erwähnt, ist das Thromboserisiko bei diesen Pillen circa doppelt so hoch wie bei anderen Antibabypillen. Frankreich hat mittlerweile die Europäische Arzneimittel-Agentur (kurz: EMA) dazu aufgerufen, die Verschreibung solcher Antibabypillen einzuschränken.

Thromboserisiko laut EMA “sehr gering”

Die Europäische Arzneimittel-Agentur schätzt das Risiko solcher Antibabypille nach wie vor als “sehr gering” ein. Es gebe keinen triftigen Grund, bereits zugelassene Pillen wieder aus dem Verkehr zu ziehen. Hierbei muss man sich darüber bewusst werden, dass die Antibabypillen nicht ohne vorherige Prüfung auf den Markt gebracht wurden. An der Rezeptur hat sich seitdem nichts geändert. Viel eher sollte man sich – unserer Meinung nach – Gedanken darüber machen, ob man nicht vielleicht einer entsprechenden Risikogruppe angehört. Bei einem gesunden Erwachsenen ist das Risiko einer Thrombose außerordentlich gering. Es wird jedoch potenziell gesteigert, wenn man einen ungesunden Lebensstil pflegt. Darunter fällt: Der regelmäßige Zigarettenkonsum, Bewegungsmangel, schlechte Ernährung und Übergewicht. Wenn man einer Risikogruppe angehört, sollte man deshalb entweder komplett auf hormonelle Verhütungsmittel verzichten, oder aber sich regelmäßig einer ärztlichen Kontrolle unterziehen. Des Weiteren können Patientinnen nicht so tun, als hätten sie vom Thromboserisiko noch nie etwas gehört. Der Beipackzettel, der behandelnde Arzt und der Apotheker erwähnen dieses Risiko meist bei der Verordnung der Antibabypille.

Fazit: Die Antibabypille kann gefährlich werden, muss aber nicht

Wer Medikamente zu sich nimmt, der sollte sich darüber bewusst werden, welche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen das Arzneimittel mit sich bringt. Man sollte sich vom behandelnden Arzt aufklären lassen und zusätzlich noch selbst den Beipackzettel studieren. Das Thromboserisiko ist vorhanden – das möchten wir nicht leugnen. Jedoch ist es bei gesunden Personen außerordentlich gering, sodass nur Risikogruppen wirklich gefährdet sind. Im Zweifelsfall sollte man einfach auf hormonelle Verhütungsmittel verzichten und mit Hilfe von Kondomen verhüten.


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