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Erhöhen neue Antibabypillen das Thromboserisiko?

Erhöhen neue Antibabypillen das Thromboserisiko?

Laut Techniker Krankenkasse erhöht sich das Thromboserisiko bei Antibabypillen der neuen Generationen. (Bildquelle: © PhotographyByMK – Fotolia.com)

Als ab dem Jahr 1960 die ersten Antibabypillen auf den Markt gekommen sind, waren diese noch wahre Hormonbomben. Sie enthielten massenweise Östrogene und Gestagene, um sicherzustellen, dass die Frau auch tatsächlich nicht schwanger wird. Für eine genaue Dosierung fehlten die nötigen Erfahrungswerte. An Nebenwirkungen hat man dabei nicht gedacht – entsprechend stark fielen diese aus. Im Laufe der Jahrzehnte wurden Antibabypillen immer sanfter und enthielten immer weniger Hormone. Mit den richtigen Erfahrungswerten konnten die Pharmafirmen letztendlich Antibabypillen herstellen, die nur so viele Hormone enthielten, wie für eine erfolgreiche Verhütung nötig sind. Am wenigsten Hormone enthält übrigens die Minipille, die komplett auf Östrogen verzichtet und lediglich mit einem Gestagen zuverlässig verhütet. Heutzutage dienen Antibabypillen nicht nur der Schwangerschaftsverhütung, sondern sollen auch das Hautbild und die Qualität der Haare verbessern. Die Techniker Krankenkasse warnt jetzt jedoch vor Antibabypillen der neuesten Generation: Sie sollen das Thromboserisiko maßgeblich erhöhen. Stimmt das wirklich? Wir haben der neuesten Generation von Antibabypillen auf den Zahn gefühlt und uns die Studie der Techniker Krankenkasse einmal näher angeschaut.

Der große Pillenreport 2015

Beim Pillenreport handelt es sich um einen jährlich erscheinenden Bericht, der von der Techniker Krankenkasse publiziert wird. Er enthält die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Antibabypillen. Der Pillenreport 2015 besagt, dass einige Mädchen die Antibabypille bereits mit zehn Jahren einnehmen. Im Alter von 16 sind es bereits 40% und im Alter von 19 sind es 79%. Insgesamt nutzen sieben Millionen Frauen in Deutschland die Antibabypille zur Schwangerschaftsverhütung. Diese Zahlen belegen, dass die Antibabypille in Deutschland – neben dem Kondom – das beliebteste Verhütungsmittel ist.

Die Vorteile der neuesten Generationen

Wie bereits erwähnt, sorgen die neuesten Antibabypillen nicht nur dafür, dass Frauen nicht schwanger werden – sie verbessern zudem das Hautbild und die Qualität der Haare. Auch die Bauchkrämpfe, die während der Menstruation häufig auftreten, fallen bei der Einnahme der neuen Antibabypillen geringer aus.

Thromboserisiko steigt allerdings

Studien der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) und der Techniker Krankenkasse haben gezeigt, dass das Thromboserisiko bei Antibabypillen der dritten und vierten Generation doppelt so hoch ist, wie das der zweiten Generation. Schuld daran sind die verschiedenen Wirkstoffkomponenten. Heutzutage werden häufig Substanzen wie Desogestrel oder Drospirenon eingesetzt, die tendenziell eher zu Thrombosen führen können. Bei Pillen der zweiten Generation hat man auf Levonorgestrel oder Norethisteron gesetzt. Bei diesen Stoffen ist das Thromboserisiko nachweislich geringer. Zahlen sagen jedoch mehr als Worte: Wenn Frau keine Antibabypille einnimmt, dann erkranken zwei bis drei von 10.000 Frauen im gebärfähigen Alter an einer Thrombose. Bei 10.000 Frauen, die eine Antibabypille der zweiten Generation einnehmen, sind es bereits vier bis sechs Frauen. Bei einer Pille der dritten oder vierten Generation sind es hingegen sogar neun bis zwölf Frauen.

Risikogruppen müssen besonders aufpassen

Für gesunde Frauen, die nicht unter Übergewicht leiden, sich regelmäßig bewegen und Nichtraucher sind, spielt das Thromboserisiko im Prinzip keine Rolle. Erst wenn man einer der hier genannten Risikogruppen angehört und zudem eine der neueren Antibabypillen einnimmt, wird das Risiko zum wirklichen Problem.

Risiko-Pillen werden teilweise sanktioniert

Wenn in Studien bewiesen wird, dass eine Antibabypille besonders risikobehaftet ist, dann kommt es nicht selten vor, dass diese Produkte sanktioniert werden. In Frankreich werden Antibabypillen der dritten oder vierten Generation beispielsweise nicht mehr durch die Krankenkassen erstattet. In den USA werden manche Antibabypillen gar nicht erst zugelassen, wenn sich ein erhöhtes Thromboserisiko abzeichnet.

Kosten und Nutzen gegeneinander abwägen

Wir finden, dass man Antibabypillen der neuesten Generation nicht direkt verteufeln sollte. Das Thromboserisiko steigt zwar tatsächlich an – vor allem, wenn man einer Risikogruppe angehört, allerdings bringen solche Pillen auch einen entsprechenden Mehrwert mit sich. Diesen Mehrwert kann man – unserer Meinung nach – genießen, sofern man ansonsten kein erhöhtes Thromboserisiko hat. Hormonelle Verhütungsmittel wie die Antibabypille haben zahlreiche positive Effekte auf den Körper. Außerdem bewahren sie jährlich Tausende von Frauen vor Gebärmutterkrebs. Dieser Vorteil überwiegt erheblich, wenn man ihn mit dem sehr geringen Thromboserisiko vergleicht. Hinweis: Hauptquelle für diesen Artikel war ein Beitrag auf RP-Online.de.


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