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Langzeiteinnahme der Antibabypille – Ohne Risiko möglich?

Langzeiteinnahme der Antibabypille - Ohne Risiko möglich?

Viele Frauen würden am liebsten auf die Pillenpause verzichten, um den Nebenwirkungen der Periode zu entgehen (Bildquelle: © euthymia – Fotolia.com).

Frauen, die mit der Antibabypille verhüten, nehmen normalerweise in den ersten drei Wochen des Zyklus täglich jeweils eine Pille ein, während nach diesen drei Wochen eine siebentägige Pillenpause erfolgt. Während der Pillenpause kommt es zur Abbruchblutung. Danach beginnt der Zyklus wieder von vorne. Immer mehr Frauen vertrauen allerdings auf eine alternative Einnahmemethode. Sie verzichten während der vierten Woche des Zyklus nicht auf die Antibabypille, sondern nehmen diese viele Monate oder sogar Jahre hinweg immer weiter ein. Auf diese Weise gibt es so etwas wie einen Zyklus eigentlich gar nicht mehr. Laut Experten verfahren mittlerweile mindestens 25% aller 15- bis 49-Jährigen so. Dieser Trend kommt – wie sollte es auch anders sein – aus den USA. Wir haben ein interessantes Interview zu diesem Thema gefunden, das wir unseren Lesern natürlich nicht vorenthalten möchten. 

Welche Vorteile bietet eine dauerhafte Einnahme der Antibabypille?

Der größte Vorteil der dauerhaften Einnahme liegt klar auf der Hand: Es kommt nicht mehr zu Menstruationsblutungen und auch sonstige Nebenwirkungen, die in dieser Zeit normalerweise auftreten, fallen weg. Darunter fallen beispielsweise Kopfschmerzen, spannende Brüste und Bauchkrämpfe. Des Weiteren ist das Risiko geringer, dass man an einer Endometriose erkrankt. Bei dieser Krankheit wuchert die Gebärmutterschleimhaut an verschiedenen Stellen im Körper, was in einem gesunden Organismus natürlich nicht der Fall sein sollte. Die Wucherungen können zu erheblichen Schmerzen führen. Die Frau von heute kann aus den eben genannten Gründen gut und gerne auf diese Höllenwoche verzichten und wählt die dauerhafte Einnahme der Pille.

Schadet es dem Körper nicht, wenn man auf die Pillenpause verzichtet?

Das Ausbleiben der monatlichen Blutung klingt im ersten Moment nach einem heftigen Eingriff in den Haushalt des menschlichen Körpers. Doch was genau wird eigentlich während der Menstruation vom weiblichen Organismus abgestoßen? Während des Zyklus wird die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut, die notwendig ist, wenn man schwanger werden möchte. Sie bereitet den Körper quasi auf die kommende Schwangerschaft vor und bietet der befruchteten Eizelle Platz, um sich einzunisten. Während der Abbruchblutung in der vierten Woche verlässt eben diese Gebärmutterschleimhaut den Köper. Abseits einer möglichen Schwangerschaft bietet sie jedoch keine weiteren Vorteile. Der Aufbau und die Abstoßung spielen also im Leben einer Frau, die nicht schwanger werden möchte, keine Rolle. Regelmäßige Blutungen müssen also nicht sein und schaden eher, als dass sie nützlich sind. Nicht grundlos leiden Frauen häufiger als Männer an Mangelerscheinungen (zum Beispiel Eisenmangel). Außerdem dürfen Frauen aufgrund der regelmäßigen Menstruationsblutungen seltener Blut spenden als Männer.

Der 4-Wochen-Zyklus ist ein menschliches Konstrukt

Man kann Biologie nicht in Schubladen stecken. Es ist unnatürlich, dass ein Zyklus zwangsläufig 28 Tage dauern muss. Lässt man der Natur freien Lauf, dann sind es mal mehr, mal weniger Tage. Genauso gut könnte die Antibabypille auf einen Zyklus gemünzt werden, der 40 Tage dauert. Was wir damit sagen möchten: Es muss nicht zwangsläufig alle vier Wochen zur Abbruchblutung kommen. Wieso sollte man sich also unbedingt an die 4-Wochen-Regel halten, die sich mittlerweile eingebürgert hat?

Kann es passieren, dass irgendwann keine Gebärmutterschleimhaut mehr gebildet wird?

Manche Frauen, die sich noch nicht so sehr mit der hier beschriebenen Thematik auseinandergesetzt haben, befürchten, dass sie nach einer Langzeiteinnahme gar nicht mehr schwanger werden können. Das ist natürlich eine Fehlannahme. Auch nach dem Absetzen der Pille nach vielen Monaten der Langzeiteinnahme kann Frau wieder schwanger werden. Die Fruchtbarkeit wird in keinster Weise beeinflusst.

Gibt es bei der Langzeiteinnahme besondere Nebenwirkungen?

Bisher gab es keine Studie, die Nebenwirkungen einer Langzeiteinnahme der Antibabypille bestätigen konnte. Es gibt allerdings natürlich immer noch die normalen Nebenwirkungen, die bei der Einnahme der Antibabypille auftreten können. Hierfür sollte man sich mit der Packungsbeilage beschäftigen oder das Gespräch mit dem behandelnden Frauenarzt suchen. Zwischenblutungen müssen an dieser Stelle jedoch noch einmal gesondert erwähnt werden. Zu solchen Zwischenblutungen kann es sowohl bei der Langzeiteinnahme als auch bei der normalen Einnahme der Pille kommen. In solchen Fällen nimmt man die Pille am besten einfach weiter oder verzichtet doch eine Woche auf die Einnahme bis die Zwischenblutungen aufgehört haben. Besteht das Problem danach weiterhin, sollte man ein anderes Präparat ausprobieren oder zu einer geringeren Hormondosis greifen.

Welche Antibabypillen eignen sich für die Langzeiteinnahme?

Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass nicht jede Pille tagtäglich über mehrere Monate oder sogar Jahre hinweg eingenommen werden darf. Genutzt werden können all jene Pillen, bei denen es sich um Einphasenpräparate handelt. Diese enthalten sowohl ein Östrogen als auch ein Gestagen. Wenn man sich unsicher ist, sollte man die Langzeiteinnahme mit dem behandelnden Gynäkologen absprechen.

Was bedeutet Langzeiteinnahme genau?

Langzeiteinnahme bedeutet, dass man die Antibabypille unbegrenzt lange tagtäglich zu sich nimmt. Es gibt keine festgelegte Obergrenze.


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